===MEINUNGSBILDUNG:===
An dieser Stelle sollen folgende Begriffe geklärt werden. Damit soll eine gemeinsame Sprache gebildet werden, damit wir uns besser verständigen können. ABSTRACT => https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/Definitionen
Metabemerkung (moonopool)
Die gewählten Begriffe und Verfahren sollten folgende Bedingungen erfüllen:
[NEUTRAL] -- SIe sollten keine Vorausbestimmung der gewählten Diskussionsweise vornehmen. Beispielsweise sollte folgendes Verfahren auch damit beschreibbar sein: Ein registrierter Benutzer kann einen Vorschlag machen, zu dem innerhalb 20 Minuten jeder andere registrierte Benutzer genau eine Anmerkung mit maximal 140 Zeichen machen kann und nach diesen 20 Minuten wird für weitere 20 Minuten abgestimmt. Die einfache Mehrheit entscheidet, ob der Vorschlag für alle Menschen zwischen 1,70 und 1,80m Körpergröße in Weilburg an der Lahn zur verbindlichen Regel wird. Das Beispiel ist natürlich extrem verzerrt gewählt, achja soll aber deutlich machen, dass mindestens die Begriffe ein Spektrum bedienen können sollten, unabhängig davon, für welche Regeln für die Diskussion wir uns nachher entscheiden.
[ZUGÄNGLICH] -- Sie sollten intuitiv und auch für Aussenstehende die "richtige" Assoziation wecken. +1
2a. Daher sollten sich die Definitionen mit denen aus Wikipedia, Wiktionary usw. decken. Insbesondere sollten keine Worte mit anderen als den "üblichen" (Lexikon-) Definitionen belegt werden.+1
2aa Wie werden Themen spezifische Worte definiert, welche nicht in Wikipedia ode einem Lexikon stehen?
2b. Die verwendeten Worte sollten sich so deutlich voneinander unterscheiden, dass man nicht immer nachschlagen muss, was genau was bedeutet.+1
2bb Das nachschlagen an sich ist nicht schlimm, wenn man nur auf das Wort klicken müsste und direkt auf die grade verwendete Definition geleitet wird.
[STIMMIG] -- Sie sollen dem Leitbild entsprechen, im Kontext des Leitbilds Sinn machen. Es ist bei der Konzeption und auch der Transportierung des MFT-Konzepts, inkl. Thesaurus, in die Öffentlichkeit von Vorteil ein Leitbild vor Augen zu haben, an dem die Stimmigkeit der einzelnen Details, Definitionen überprüft werden kann. Wenn man ein Haus im Kontext Wohnbau baut, hat man so ungefähre Vorstellung, dass am Ende ein Konstrukt mit obligatorischen Türen, Fenstern und Dach zustande kommen muss. Dementsprechend unterliegt de Auswahl von Bauelmenten gewissen Einschränkungen.
Wie wäre es SCHWARMINTELLIGENZ [15]--1! Vorsicht! als Leitbild im Kontext der AG MEINUNGFINDUNGSTOOL an?
- Warum nicht kollektive Intelligenz?+1
[TRENNSCHÄRFE] -- Nur wer unterscheidet kann wahrnehmen.
Es bedarf klarer Unterscheidungen, damit bestimmte Problematiken überhaupt erkannt und thematisiert werden können. Zum Beispiel: Verzichtet man auf die Unterscheidungen Mann/ Frau, gäbe es überhaupt keine Diskussion über Gleichberechtigung. +1
12.01.2012 Schnittmenge (Zielgerade):
=== WIR UNTERSCHEIDEN ===
- 1. MEINUNGS-, GRUPPEN- und KONSENS-BILDUNG sind Prozesse.
- 2. Ein ERGEBNIS schließt einen Bildungsprozess vorläufig ab.
- 3. Eine ENTSCHEIDUNG legitimiert ein Ergebnis.
1. MEINUNGS-, GRUPPEN- und KONSENS-BILDUNG:
Bildungsprozesse laufen dezentral und parallel auf vielen verschiedenen Ebenen ab. Wir unterscheiden verschiedene Bildungsprozesse:
- Meinungsbildung: Eine PERSON bildet sich eine persönliche Meinung.
- Gruppenbildung: Personen mit ähnlichen Meinungen können eine GRUPPE bilden.
- Gruppenmeinungsbildung: Eine Gruppe bildet eine Gruppenmeinung (= gemeinsamer Standpunkt).
- Konsensbildung: Alle Teilnehmer können einen KONSENS (s.u.) bilden. Es handelt sich dabei um einen gemeinsamen Lernprozess bei dem die Meinungen und die Gruppenmeinungen der anderen mitberücksichtigt werden. Mit einem Konsensvorschlag wird versucht, eine immer breiter werdende Zustimmung zu erreichen.
ALLE TEILNEHMER setzt sich aus allen Personen und Gruppen zusammen, die sich aktiv oder passiv an einer Diskussion beteiligen. „Alle Teilnehmer“ kann sich auf eine AG, Crew, Landesverband, Piratenpartei, Staat, Sprachgemeinschaft und Welt beziehen.
KONSENS bedeutet die Übereinstimmung aller Teilnehmer hinsichtlich einer beschreibbaren Thematik ohne verdeckten oder offenen Widerspruch.Die Frage ist eben, ob das so geht. Bei jeder (nichttrivialen) Thematik, die ich kenne, gibt es offene und verdeckte Widersprüche! Deshalb schlage ich ja einen "qualifizierten Konsens" vor, der u.a. auch einen "Konsens darüber, wo man Dissens hat" enthält. M.E. kann man nur so einen respektvollen Umgang zwischen Mehr- und Minderheiten erreichen und neue Ideen aufbauen, die "zunächst als fremder Gast in die Erscheinung treten"(J.W.Goethe), und gar zu oft von Mehrheiten weggebügelt werden
KONSENT könnte eine bessere Grundlage von Entscheidungen sein als KONSENS. Beim Konsent ist eine Entscheidung dann legitimiet, wenn es keine Gegenstimmen gibt. Folglich bekommen gute Argumente mehr Gewicht: siehe dazu
http://soziokratie.blogspot.com/2009/08/konsent.html
2. Ergebnis:
Ein ERGEBNIS schließt ein Bildungsprozess vorläufig ab. Ein ZWISCHENERGEBNIS ist eine Momentaufnahme eines Bildungsprozesses zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Ergebnis eines Bildungsprozesses ist ein Dokument. Es kann einfach ein Positionspapier (ein "Standpunkt") sein, oder ein Partei- oder Wahlprogramm, aber auch ein Regelwerk (eine "Ordnung"), oder ein Projektplan, oder vielleicht noch ein ganz anderes Dokument.
--Wikipedia: Ergebnis = "das Ende eines Prozesses, eines Ablaufes von Handlungen, Aktivitäten (z. B. Ende des Baues eines Hauses) und geistigen Prozessen (z. B. das Denkergebnis - die Erlangung einer Problemlösung)" Gemäß [ZUGÄNGLICH] oben schlage ich die Definition unten vor. Bedenke, das der Meinungsbildung und Konsensbildungsprozess immer weiter läuft. Der Prozess kann zu ende sein, muss aber nicht. Deshalb schlage ich die Bezeichnung Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt.-- und setzt Dich damit ein weiteres Mal in den Gegensatz zur "marktüblichen" definition, weil Du ein bestimmtes Bild im Kopf hast. [NEUTRAL] !Dann müssen wir auf die Suche nach einen neuen Begriff gehen, da es den Sachverhalt nicht wiedergibt.Gelöst mit dem Begriff Zwischenergebnis und Ergebnis.
- PERSONEN präsentieren ihre Meinungen oder Lösungsvorschläge in Form einer VORLAGE.
- GRUPPEN präsentieren ihre Gruppenmeinung (= Standpunkt) in Form einer VORLAGE.
- In Form einer VORLAGE kann jeder eine Diskussion beginnen oder einen Konsensvorschlag unterbreiten.
Das ERGEBNIS der MEINUNGSBILDUNG ist eine im Laufe einer Diskussion entstandene Version der VORLAGE, die entweder durch Erreichen eines KONSENS oder durch URABSTIMMUNG aller TEILNEHMER der DISKUSSION beschlossen wird.
Würde ich komplett streichen. Das limitiert unnötig. Es geht nur darum, dass jemand seinen aktuellen Stand seiner Meinungsbildung kund tut. Würde er das nicht machen, bliebe der aktuelle Stand seines Meinungsprozess verborgen. Es gibt vielle verschiedene Formen, wie jemand etwas vorlegen kann. Es gibt viele verschiedene Wege, wie zum Beispiel eine Gruppe eine Vorlage erarbeitet kann und diese zu ihrer Gruppenmeinung erhebt. Vielfalt ist an diesem Punkt gewünscht ...-- siehe oben. [NEUTRAL] für Ergebnis als Endpunkt.Ergebnis durch Zwischenergebnis erweitert.
3. Entscheidung:
Eine ENTSCHEIDUNG legitimiert ein ERGEBNIS, das dann normalerweise für ALLE TEILNEHMER Gültigkeit bekommt.... "setzt ein Ergebnis in Kraft". s.u.! Ob nun jedes Ergebnis für jeden Teilnehmer Gültigkeit bekommt, wäre ich nicht so sicher...
- --Das nun gerade eben nicht, wie das Beispiel einer BPT-Entscheidung zeigt!
- mumblen
-Vorher: Eine Entscheidung legt fest welche Meinung, Standpunkt oder Konsensvorschlag für alle Teilnehmer Gültigkeit hat. Vorlagen werden legitimiert.
- --Missverständnis? Ich dachte, dass Diskussion, Ergebnis und Entscheidung unterschiedlichen Kontext haben können. Beispiel: Es kann zB vom BPT (Kontext 2) ENTSCHIEDEN werden, dass das ERGEBNIS einer AG (Kontext 1) -Diskussion verbindlich für alle Piraten (Kontext 3) ist. Lt. Satzung muss dem BPT-Beschluss eine Diskussion vorausgehen. Damit ist aber immer noch der Kontext "BPT" der BPT-Diskussion und der Verbindlichkeit der ENTSCHEIDUNG "alle Piraten" unterschiedlich.
- Aufpassen: Ich habe hier abstrahiert, so dass diese dreifache Unterscheidung für alle Kontexte gilt. Um Dir selbst ein Beispiel zu basteln, musst Du die Variable "alle Teilnehmer" belegen. Siehe oben: "„Alle Teilnehmer“ kann sich auf eine AG, Crew, Landesverband, Piratenpartei, Staat, Sprachgemeinschaft und Welt beziehen." Das bedeutet auch, dass die Belegung der Gruppen sich entsprechend ändert. Das ist richtiges Brainkino ;-)
- Weiterhin sollte das Wort ENTSCHEIDUNG gemäß [NEUTRAL] oben nicht ausschließlich auf die Erreichung eines Konsens beschränkt sein. Sost wäre nämlich der BGE-Antrag auf dem BPT zwar entschieden (klien), aber nicht ENTSCHIEDEN worden.
- Das ist doch garnicht der Fall!? Da steht Meinung, Standpunkt oder Konsensvorschlag.
- Daher würde ich (auch gem. [ZUGÄNGLICH/a] als Definition vorschlagen: Eine ENTSCHEIDUNG legitimiert ein ERGEBNIS einer Diskussion für eine bestimmte GRUPPE von Personen oder Organisationen, die nicht notwendig mit der Gruppe der TEILNEHMER an der Diskussion übereinstimmen muss.
- Verstehe, habe ich Idee oben übernommen und (zusammengefasst?)
(Wikipedia: Eine Entscheidung ist eine Wahl zwischen Alternativen oder zwischen mehreren unterschiedlichen Varianten(Optionen?), die von einem oder mehreren Entscheidungsträgern(Entscheidungsberechtigten?) getroffen werden kann. Eine Entscheidung kann spontan bzw. emotional, zufällig oder rational erfolgen. Eine rational begründete Entscheidung richtet sich nach bereits vorgängig abgesteckten Zielen oder vorhandenen Wertmaßstäben." Höchst bemerkenswert! "Legitimieren" kommt hier nicht vor, weil es "als legal festlegen" bedeutet - was ein Sonderfall von "entscheiden" ist. Es gibt aber noch unzählige andere Entscheidungen, die mit "legitimieren" überhaupt nichts zu tun haben!
(schade, dass wir das Wort "Diskussion" nicht groß schreiben wollen...)
Ein Beispiel gibt es hier => https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=100833
=== GEMEINSAME SPRACHE ===
=== KONTEXTLISTE ===
Es mach vlt. Sinn, den Definitionsmarathon mit der Auflistung der Kontexte, für die eine Lösung angestrebt ist, anzufangen. Wichtig mMN unter zwei Gesichtspunkten:
- es werden alle Kontexte, die infrage kommen, aufgelistet
- es wird ein Konsens herbeigeführt, für welche der aufgelisteten Kontexte eine Lösung angestrebt wird
- evtl. macht es Sinn, Abkürzungen für die einzelne Kontexte einzuführen,
Das geht mMn nun gar nicht. "Kon"text ist der Bezugsrahmen(siehe z.B. Wikipedia), der dem eigentlichen Text beigeordnet ist. Ich sehe in dem Begriffspaar "Kernaussage - Kontext" eine praktikable Lösung dieses Problems.
10.01.2011 Standpunkt-Vorschlag zur Verdichtung des Lernprozesses Begriffdefinition der Gruppe AG-Meinungsfindungstool =>
Standpunkt-Vorschlag finde ich gut :) Weniger gut finde ich die Idee, einen Zeitrahmen von gut einem Tag zu setzen und dann soll es als Konsens ins Wiki. Ich hätte heute abend lieber was anderes gemacht...Wiki kann geändert werden. Wenn wir mehr Zeit brauchen erweiteren wir das einfach.
11.01.2012: moonopool+schnittmenge =>
=== WIR UNTERSCHEIDEN ===
- BILDUNG ist ein Prozess. Das ist keine Definition, denn jeder Prozess ist ein Prozess.
- ERGEBNIS schließt ein Prozess ab.Das ist ein Nebeneffekt.
- ENTSCHEIDUNG legitimiert ein Ergebnis.Aber: viele Entscheidungen "legitimieren nicht!
==={ KONTEXTLISTE Anfang: }===
- Ein einzelner Bürger in einem Staat, Europa, Welt
- Ein Bürger bildet sich eine eigene MEINUNG => MEINUNGSBILDUNG
- Der Bürger kann auch (durch Beteiligung) Ergebnisse von Gruppen ausserhalb und sogar innerhalb der Piratenpartei mitgestalten
- Ein Pirat
- Ein Pirat kann zusätzlich Ergebnisse legitimieren?? und dadurch Entscheidungen innerhalb der Piratenpartei herbeiführen. --- allein??
Der Konsens bedeutet die Übereinstimmung von Menschen − meist innerhalb eines sozialen Systems − hinsichtlich einer beschreibbaren Thematik ohne verdeckten oder offenen Widerspruch. Schön wär's ja, aber's geht wohl nicht - siehe oben (Zeile 38).
Eine Diskussion ist ein hin und her gehendes Gespräch. Die Diskussionsgemeinschaft ist die Menge aller Personen, die aktiv oder passiv an der Diskussion teilnehmen.
Hinweis: Diskussionen können auf die Erreichung einer möglichst breiten Übereinstimmung (optimalerweise: Konsens) abzielen oder lediglich auf die Erreichung eines Ergebnisses.
<= 11.01.2012: moonopool+schnittmenge
Eine Diskussionsgemeinschaft besteht aus Personen und Gruppen.
PERSONEN
GRUPPEN
Typen von Diskussion
Diskussionen können auf die Erreichung einer möglichst breiten Übereinstimmung (optimalerweise: Konsens) abzielen (Typ "K") oder lediglich auf die Erreichung eines Ergebnisses (Typ "E"), auch wenn es im Extremfall nur mit 51% Zustimmung ist.
Gruppen
a) bestehen vor der Diskussion
b) entstehen auf Basis des Diskussionsverlaufs
Noch Baustelle:
- Gruppe ist ein Zusammenschluss von mehreren Personen, die an einer Diskussion teilnehmen. Die Anzahl der Gruppenmitglieder ist kleiner als die Diskursgemeinschaft (siehe unten). Wenn wir "Diskursgemeinschaft" = der "Mitglieder der Piratenpartei" gleichsetzen folgt daraus: -- warum nicht einfach TEILNEHMER ?
- Ein KONSENS ist erreicht, wenn alle Mitglieder der Piratenpartei zustimmen. (Einstimmigkeit) -- das heisst, dass wir in der AG nie einen KONSENS erreichen können. Erneut sehe ich die Gefahr des leichten Missverstehens
- Ein MEINUNGSBILD ist eine Momentaufnahme der Stimmenverteilung der Mitglieder einer (Teil-)GRUPPE der Piratenpartei.
Diese Momentaufnahme kann als Basis für Entscheidungen verwendet werden. letzteres doch wohl gerade nicht. Jedenfalls bekommt in der PP regelmäßig jeder einen Shitstorm ab, der aufgrund eines Meinungsbildes auch nur einen Handschlag macht... - Ein STANDPUNKT ist erreicht, wenn alle Mitglieder einer (Teil-)Gruppe zustimmen können. Dies entspricht einem einstimmigen Meinungsbild, der (Teil-)Gruppe.
- Bitte in diesem Kontext den Begriff Konsens vermeiden, ein Konsens bezieht sich auf alle Piraten (Diskursgemeinschaft). -- künstlich, schlage dringend vor, das nicht so zu handhaben. Unvoreingenommen würden doch unter Konsens verstehen, dass die TEILNEHMER eines DISKURSes einer Meinung sind.
Piratenpartei als Diskursgemeinschaft- KONSENSBILDUNG ist ein nie endender iterativer gemeinsamer Lernprozess auf der Suche nach einer breiten Zustimmung. => Eine Momentaufnahme stellt das ZUSTIMMUNGSBILD (warum bleiben wir hier nach KISS [http://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip] nicht bei dem Begriff MEINUNGSBILD?) +1 der Partei (oder der TEILNEHMER?) zum Zeitpunkt x dar.
- Eine ENTSCHEIDUNG legitimiert eine Meinung, Standpunkt oder Konsens.
So entstehen das zeitlich stabilere Programm, wie auch Wahlprogramme und offizielle Positionierungen der Partei. Ich verstehe nicht den Unterschied zur Meinungsfindung, die Du oben mit E. gleichgesetzt hast - Eine Diskursgemeinschaft führt einen DISKURS auf der Suche nach einem Konsens, der von allen Teilnehmer getragen werden kann. DISKURSGEMEINSCHAFT = TEILNEHMER. Wieder so ein Wort, das keine Assoziationen weckt => KONSENSBILDUNG (= gemeinsamer Lernprozess)
- Piratenpartei als eine mögliche Diskursgemeinschaft
Eine Diskursgemeinschaft führt einen DISKURS auf der Suche nach einem Konsens, der von allen Teilnehmer getragen werden kann. => KONSENSBILDUNG (= gemeinsamer Lernprozess)- Eine Diskursgemeinschaft kann begrenzt werden auf den Kontext einer Partei, Staat, Europa, Sprachgemeinschaft oder sogar auf alle Weltbürger angewandet werden.
- Durch den evolutionären Prozess der Meinungsfindung entsteht in der Piratenpartei das zeitlich stabilere Grundprogramm, wie auch Wahlprogramme und offizielle Positionierungen.
- AG MEINUNGSFINDUNGSTOOL Diskussion/Debatte
- AG MEINUNGSFINDUNGSTOOL
==={ KONTEXTE-LISTE Ende: }===
=== Gegenvorschlag (moonopool) ===
Die oben vorgeschlagenen Begriffe gefallen mir nicht so gut, weil sie nicht unmittelbar und auch für Aussenstehende verständlich sind (einzelne Kritikpunkte habe ich oben eingefügt). Damit würde diese Begriffswahl die Kommunikation unserer Arbeitsergebnisse nach aussen erschweren und, fänden sie Eingang in ein vorgeschlagenes Verfahren oder ein Tool, die Hürde zur Akzeptanz des Verfahrens erhöhen.
+1 -- Dromedar +1 Wolfgang
Ich schlage zur Vermeidung dieser Probleme das folgende Vokabular für die AG vor. Die Begriffe und ihre Definitionen sind meist aus Wiktionary oder Wikipedia übernommen und nur leicht auf das konkrete Problem angepasst. Ziel bei der Auswahl ist die unmittelbare Verständlichkeit, auch für Aussenstehende, um den Eindruck einer Geheimsprache zu vermeiden.
´
1. Phase der Meinungsbildung (kleingeschrieben!)
- VORLAGE = Ein zur Beratung veröffentlichter Entwurf
- EINWAND = Reaktion auf eine VORLAGE, in der Bedenken geltend gemacht werden. Ein EINWAND kann BEGRÜNDET sein ("ich bin gegen die vorgeschlagene TKÜ-Maßnahme, weil sie gegen Art. 10 GG verstößt") oder unbegründet ("ich finde das nicht gut").
- wie wäre es mit ARGUMENT, das entweder als ENWAND oder BEGRÜNDUNG - je nach Kontext interpretiert wird...mMn bringt "Argument" nichts!
- Jeder Einwand sollte klar deklariert sein, ob es sich um einen "Alternativvorschlag", um allgemeine "Bedenken", oder um anderes handelt.
- BEGRÜNDUNG - selbsterklärend - Kontext (?) wollen wir für alle Aussagen/Definitionen Kontext definieren/festlegen?
- DISKUSSION = hin und her gehendes Gespräch. Die Diskussionsgemeinschaft ist die Menge aller Personen, die aktiv oder passiv an der Diskussion teilnehmen.
- Hinweis: Diskussionen können auf die Erreichung einer möglichst breiten Übereinstimmung (optimalerweise: Konsens) abzielen oder lediglich auf die Erreichung eines Ergebnisses.
- Im Laufe der DISKUSSION kann die VORLAGE aufgrund von EINWÄNDEN abgeändert werden.
- DISKUSSION (alternative)- unkoordinierte Konversation zwischen mehreren Parteien ist, die sich gegenseitig ihre Argumente zerlegen [1]
- was ich im Mumble argumentieren wollte, dass die Wiki-Definition evtl. zu weit gefasst ist und nicht unbedingt für den Kontext des Vorhabens geeignet ist. Nach der ´Definition aus [1] führt die DISKUSSION per Definition zu keinem Ergebnis. Schlagabtausch ohne Regel halt.
- DEBATTE - ein strukturierter Vorgang mit festen Regeln+ und zieht ganze Meinungen in Betracht [1]
- TEILNEHMER = (aktiver) Angehöriger der Gruppe, die an der DISKUSSION beteiligt ist
2. Phase der Ergebnissicherung (kleingeschrieben!)
- KONSENS = eine im Laufe einer Diskussion entstandene Version der VORLAGE, mit dem alle TEILNEHMER leben können++!, bei dem also kein TEILNEHMER mehr einen schwerwiegenden+! und (nachvollziehbar) BEGRÜNDETEN EINWAND hat, also ohne verdeckten oder offenen Widerspruch.-!
- MEINUNGSBILD = Momentaufnahme,++! in der eine Ja/Nein-Frage durch eine Urabstimmung unter allen TEILNEHMERN einer DISKUSSION beantwortet wird, ohne dass jedoch eine formale Auszählung vorgenommen wird (abweichend von der üblichen Definition, aber absoluter Piratenspeak und dadurch geadelt :)so und nur so??
- URABSTIMMUNG = eine Abstimmung, zu der alle TEILNEHMER der DISKUSSION aufgerufen sind.+
- ERGEBNIS = eine im Laufe einer Diskussion entstandene Version der VORLAGE,++! die entweder durch Erreichen eines KONSENS oder durch URABSTIMMUNG aller TEILNEHMER der DISKUSSION beschlossen wird. Letzteres benötigt dann aber im Vorhinein festgelegtes Quorum und eine notwendige Mehrheit. Problem: die 51%. Dennoch wird nicht immer (bei steigender Gruppengröße fast nie) ein KONSENS möglich sein. Deshalb würde ich "Diskussion" und "Entscheidung" begrifflich trennen. Eine Entscheidung mit einfacher Mehrheit(51%) ist doch immer eine unerfreuliche Notlösung - auch wenn eine solche für Personal- und Projektentscheidungen unumgänglich ist. Aber generell sollten situationsgerechte "Spielregeln" möglich sein, die vielleicht für ein Strategiepapier 70% und für ein Parteiprogramm 90% Zustimmung verlangen, ehe diese verabschiedet werden können.
3. Phase der Entscheidung
Beim Festhalten des ERGEBNISSES einer DISKUSSION bleibt offen, für wen das erreichte ERGEBNIS verbindlich, also eine ENTSCHEIDUNG ist. Gute Frage!
Es ist anzumerken, dass der Kontext der aktiven Diskussion, der Ergebnissicherung und der Entscheidung unterschiedlich sein können.+! Eine AG produziert als ERGEBNIS einer DISKUSSION einen Antrag, der dann von den zufälligen 1500 Anwesenden in #offenbings angenommen und damit für die ganze Partei verbindliche (??) ENTSCHEIDUNG wird.
Man könnte aber auch z.B., dass das ERGEBNIS einer DISKUSSION in der Piratenpartei dann für den Vorstand und die Partei als ganzes verbindlich ist, wenn ein gewisses Quorum der Piraten zur DISKUSSION beigetragen haben oder an der Urabstimmung zur letzten Version der VORLAGE teilgenommen haben (und eine ausreichende Mehrheit dafür war, denn sonst wäre es ja kein ERGEBNIS).Da haben wir das Problem, wenn Diskussion und Ergebnis und Entscheidung vermauschelt werden. mMn muss der Fall in Betracht gezogen werden, dass ein Ergebnis schon in der Diskussionsgruppe keine "ausreichende Mehrheit" findet. Wäre natürlich ein Sonderfall. Aber dass das Ergebnis einer AG dann in einem Entscheidungsgremium keine ausreichende Mehrheit findet - das wird wohl nicht ausbleiben.
Das sehe ich als Diskussionspunkt für das Verfahren, dass wir in dieser AG oder z.B. der AG Liquid Democracy definieren wollen.
Aufgrund der Disskusion sollte eine struktuierte Liste von pro und contra Argumenten entstehen, welche hauptsächlich als Informationquelle von nicht AG- Mitgliedern dient. AG wie nicht AG -Mitglieder stimmen dann über ein oder mehrere Anträge ab. Auf einer externen Seite sollte auf alle grade zur Abstimmung stehenden Anträge verwiesen werden.
--moonopool
+1 Dromedar
=== TOOLS ===
TOOLs schaffen Strukturen und Regeln, die die Meinungsbildung, Meinungsfindung, Konsensbildung und Entscheidungen unterstützen, vereinfachen, ermöglichen, ...
Wir unterscheiden
- Meinungsbildungstool (für Bürger und Gruppen)
- Meinungsfindungstool / Entscheidungstool (für Gruppen und Diskursgemeinschaft)
- Konsensbildungstool (für Diskursgemeinschaft)
(Ammerkung: Je mehr Tools ein Werkzeugkoffer hat, desto höher ist die Anpassungsfähigkeit einer gestellte Problemsituation gerecht zu werden. Hat man nur einen Hammer erscheinen alle Problem als Nägel.)
Das ist mir zu nebulös. mMn hätten die drei genannten Tools zu 95% identische Funktionalitäten. Also: drei einzelne Tools in den Koffer zu packen wäre mMn höchst uneffektiv. Ein Tool mit speziellen Optionen sollte nicht ausgeschlossen werden - auch wenn ein solches bislang nicht existiert.
Im Übrigen bleibt der Klärungsbedarf hinsichtlich "bilden-finden-Konsens" zu beachten.
====> Ende des Standpunkt-Vorschlages für die Gruppe AG-Meinungsfindungstool
===Ziel===
a. Kurzfristiges Ziel:
Findung eines einheitlich (warum einheitlich?+) gültigen bundes- und landesweit einsetzbaren Tools zur parteiinternen Meinungsbildung und Konsensbildung unter Berücksichtigung der vorhandenen und bereits in Benutzung befindlichen oder neuen Tools; ggf. unter Festlegung der für ihre Verwendung geltenden Kriterien Zu "finden" wird es nicht sein, aber vielleicht zu machen. Die benötigten Funktionalitäten sind reichlich als OpenSource vorhanden!
b. Langfristiges Ziel
Entwicklung eines poltischen Betriebsystem für Parteien, Staaten, Staatenbünde ...
Diskussion ausgelagert => https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/ziele
====Unterscheide Bildung von Findung:====
Einspruch, Euer Ehren!
Hier werden die begrifflich klaren Wörter "finden","bilden" und "entscheiden" in einer Weise umgedeutet, die dauerhaft Probleme verursachen wird!
Bei aller Anerkennung für die aufgewendete Mühe, aber mMn muss hier nochmal von vorn angefangen werden.
BILDUNG ist ein Prozess
FINDUNG schließt einen Prozess ab. Wir setzen Findung und ENTSCHEIDUNG gleich.
- Meinung: ich kann mir vorstellen, dass Außenstehende - ist mir auch passiert - die beide Begriffe als Synonyme verstehen. Bei der Definiton von Schnittmenge ist die Bezeichnung des Tools - Meinungsfindungstool - nicht zutreffend. Mit dem Tool schließt man die meiste Zeit kein Prozess ab, sondern setzt man ihn fort.
- Wir brauchen eine gemeinsame Sprache als Ausgang, damit wir dann unsere unterschiedlichen Erwartungen und Weltbilder verstehen.
- Wir können auf FINDUNG als Synonym für BILDUNG verzichten, da wir ENTSCHEIDUNG haben
- Findung können wir mit Entscheidung gleichsetzen, jedoch Findung (Entscheidungsprozess) und Bildung (Lernprozes) ist unterschiedlich
- Warte mal ich werte es in einer E-Mail kompackt darstellen, da wird ersichtlich warum es wichtig diese Begriffe zu unterscheiden
- wenn email, dann btte an die Mailingliste
- Auf alle Fälle => siehe E-Mail "Einteilung der Untergruppen"
- 09.01.2012: Ich glaube es das sich aus dem E-Mailverkehr folgendes verdichtet hat:
- Das eine Unterscheidung zwischen Bildung und Findung zwei verschiedene Konzepte erkennbar werden. => Genauere Sprache
- 1. Vorschlag von Dromedar: "Vorschlag: /MeinungsFINDUNG/ in deinem Sinne ersetzen wir durch /MeinungsBILD/. Die Definition verbindet den Prozess MeinungsBILDUNG und das Ergebnis /MeinungsBILD/. "
- Meinungsbildung als Prozess (Konsens).
- Doch MeinungsBild gibt ein Bild ab, muss aber nicht umbedingt eine Entscheidung sein. Entscheidung und Findung ist für mich nicht das gleiche. + Auch ist die sprachliche nähe von Bild und Bildung halte ich für eine Unterscheidung für unglücklich gewählt. Doch könnte ich damit Leben.
- 2. Vorschlag: Dudle Konsens
- Dudle ist eine Entscheidungstool, das nach Mehrheit geht. Konsens ist nur dann erreicht, wenn alle Teilnehmer einen Vorschlag einstimming annehmen. ?
- 3. Entscheidung
- einstimmige Entscheidung => Konsens
- keine-Konsens-Entscheidung => Mehrheitsentscheidung oder der Lernprozess muss weiter gehen bis Einstimmigkeit erreicht wird. ;-)
- Eins der wichtigsten Punkte für mich ist, dass wir das politischen Betriebsystem so verbessern, dass die Qualität der Entscheidungen steigt. Ein Lernprozess bedarf Feedbackschleifen, eine Entscheidung schließt ein Lernprozess ab (+1) bzw. umgeht Lernprozesse (-1) durch Regeln der Machtverteilung.
- 4. Vorschlag: DEBATTE anstelle ENTSCHEIDUNGSPROZESS~FINDUNG
- Ich würde Entscheidung trennschärfer von Prozess verwenden. Doch die Debatte ist ein Prozess. Eine Entscheidung beendet die Debatte.
- Können wir die Debatte beenden und als Konsens die Definition 3. oben erklären, akzeptieren?
- Okay, habe diese Schwarz markiert.
- 5. Vorschlag: MeinungsFINDUNG die Aussage "/MeinungsFINDUNG ist eine Debatte mit einer abschließenden Abstimmung/" richtig?
- Ja, kann so sein, muss aber nicht.
- wo entsteht Unschärfe?
- eine Entscheidung schließt ein Lernprozess ab (+1) bzw. umgeht Lernprozesse (-1) durch Regeln der Machtverteilung. Mit Debatte ist besser, als ohne.
- Kommt auf den Kontext an. In einer Krisenlage ist eine Debatte u.U. ein Luxus oder auch ein Verbrechen/Fahrlässigkeit ;-|
- Ja, der Kontext hat eine große Bedeutung in der Bewertung von Aussagen.
Konsensvorschlag:
BILDUNG ist ein Prozess
FINDUNG schließt einen Prozess ab. Wir setzen Findung und ENTSCHEIDUNG gleich.
====Unterscheide Meinung von Konsens:====Bitte zurück in die Küche!
MEINUNG ist die Position einer Person oder Gruppe. Die Meinung einer Gruppe nennen wir auch STANDPUNKT.
KONSENS ist die Position aller Diskussionsteilnehmer.
====Unterscheide Person von Gruppe:====
Bei PERSONEN unterscheiden wir zwischen Nicht-Piraten und Piraten.
Eine GRUPPE ist ein Zusammenschluss von mehreren Personen, die an einer Diskussion teilnehmen. Die Anzahl der Gruppenmitglieder ist kleiner als alle Diskussionsteilnehmer.
ALLE DISKUSSIONSTEILNEHMER kann auf Gruppe, Partei, Staat, Sprachgemeinschaft, Europa, etc. beschränkt sein.
====Unterscheide Lernprozess von Entscheidung:====
LERNPROZESSE:
Meinungsbildung und Konsensbildung ist ein immer fortlaufender Lernprozess. Es ist unwichtig, wer daran teilnimmt, einzig allein entscheiden ist die Qualität der Argumente.
- LERNPROZESS
- im MEINUNGSBILDUNG-Kontext - was bedeutet es?
- Habe ich das gesagt? In welchen Kontext?
- Ist es richtig, dass LERNPROZESS im Kontext Meinungsfindungstool mit dem gewöhnlichen Verständnis von einem Lernprozess gleichgsetzt ist?
- Wäre wünschenswert, ist aber oft nicht der Fall
- hältst du es für notwendig, die Differenzen aufzulisten?
ENTSCHEIDUNG
Dagegen beendet die Meinungsfindung einen Bildungsprozess mit einer Entscheidung. Hier ist es wichtig sicherzustellen, wer bevollmächtigt ist mitzuentscheiden.
=== BEGRIFFSDEFINITIONEN (Domäne: Meinungsfindung) ===
==== MEINUNGSBILDUNG (Kontext: Pirat) ====
Meinungsbildung ist ein Prozess, der nie abgeschossen ist.
Kontext: Pirat
=> Jeder Pirat soll, darf, kann seine eigene Meinung bilden (Meinungsbildung). Dafür sollten ihm laufende Diskussionen verdichtet zur Verfügung gestellt werden und es sollte einfach sein sich in den Diskurs einzubringen. Der Pirat soll freien Zugang zu Informationen haben, um eine Möglichkeit zu haben, eine Meinung zu bilden. Dabei ist unter 'Zugang haben' nicht nur eine bloße Möglichkeit, eine Webseite abzurufen, sondern die Möglichkeit, mit einem vertretbaren Aufwand - im Idealfall über eine für den Otto-Normalverbraucher leicht bedienbare grafische Oberfläche - die benötigte Infos zu finden oder über gewünschte Ereignisse informiert zu werden.+1
==== FLOTATION/VERDICHTUNG ====
Diskussion der Übersicht halber ausgelagert in folgendes Pad: https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/begriffsklaerung-flotation-vs-verdichtung
==== MEINUNGSFINDUNG/MEINUNGSBILD/ENTSCHEIDUNG(Kontext: Gruppen) ====
Definition(1.Entwurf):
In Prinzip entstehen Gruppierungen mit gleichen Meinungen oder eine Gruppe findet ihre gemeinsame Meinung (Standpunkt). Diese jeweils gefundene Meinung wird nach aussen hin vertreten.
- Meinung: die Bezeichnung ENTSCHEIDUNG hat den Vorteil, dass sie auch ohne zusätzliche Erklärungen eindeutig ist
- +1 => Ja, das vereinfacht
- Merkbefreiter: ich finde den Begriff Meinungsbild eine gute Wahl, wie von Dromedar auf der Mailingliste vorgeschlagen, da der Begriff auch bereits in der Partei mit dieser Bedeutung verwendet wird.
Kontext Gruppe:
=> Es können sich beliebige Gruppen (AG, Crews, Landesverbände, ...) bilden, die mit ihren eigenen Tools einen gemeinsamen Standpunkt („lokale“ Meinungsfindung) erarbeiten. Vielfalt an verschiedenen Herangehensweisen ist erwünscht.
==== KONSENSBILDUNG (Kontext: Partei) ====
Definition(1. Entwurf):
Damit ich einen Konsensvorschlag(!) formulieren kann, muss ich zuvor die Meinungen / Standpunkte der anderen verstanden haben.(wirklich??- okay wäre wünschenswert, wenn man es nicht Verstanden hat, wird einem dies durch entsprechende Feedbacks bewusst gemacht.) Das Feedback der anderen macht mir bewusst, ob dies der Fall ist, oder ob ich noch mehr dazu lernen muss.++! Konsensbildung ist ein iterativer gemeinsamer Lernprozess auf der Suche nach einer breiten Zustimmung. +1! Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, denn neue Information kann eine breite und stabile Zustimmung schnell kippen.+1!
Ein Beispiel
Aktueller Fall Wulff: Vor Weihnachten waren die Bundesbürger dafür, dass er im Amt bleiben soll, nach Silvester ist die Mehrheit dagegen. (Aktuelles Meinungsbild der Partei ist zeitnah zu erkennen.)
Kontext Partei:
=> Es Bedarf einer parteiweiten Suche bzw. Lernprozess nach einer möglichst großen
Zustimmung in den jeweiligen Themen (Konsensbildung).
- ...aber eben auch einer respektierenden Verständigung darüber, in welchen Punkten "man" nicht einig ist.
- Das ergibt sich von alleine (ich beziehe dabei mich auf die nicht Einigkeit)
- Von alleine ergibt sich aber nur, wo sich Individuen uneinig sind. Meist ist jedoch nur relevant, in welchen Punkten echter Dissens im Kollektiv besteht - und gerade der wird meist weggebügelt - und gerade das ist die Krankheit der etablierten Parteien!
- Ich glaube, dass gerade Unterschiede gut zu erkennen sind. Es ist schwieriger die Gemeinsamkeiten herauszufinden und herauszuarbeiten.
==== ENTSCHEIDUNGSFINDUNG (Kontext: Partei) ====
Definition: Es kann zwischen verschiedenen gefundenen Meinungen / Standpunkte entschieden/abgestimmt werden, oder es kann die breite aktuelle herrschende Zustimmung eines Diskurses durchgewunken bzw. legitimiert werden.
Auswirkung: Diese Entscheidungen werden zum Programm und sind zeitlich stabiler als Konsensvorschläge.
- Meinung: wenn man ENTSCHEIDUNG und FINDUNG gleich setzt - s. Definition für MEINUNGSFINDUNG oben, dann ist die Definition hier doppelt gemoppelt ;-)
- => Merkbefreiter: aber der Kontext ist ein andere, oder?
- Kann sein, aber ich denke, dass es kontraproduktiv ist, Terminus technicus als Grundbegriffe der AG einzuführen, die nur mit solchen kontextbhängigen Gedankenspielen nachvollziehbar sind - s. auch [11]
- Schnittmenge: Entscheidung ist ausreichend
Kontext Partei:
=> Es Bedarf einem Legitimierungsprozess, um über Meinungen, Standpunkte und großen Zustimmungen verbindlich zu entscheiden (Entscheidungsfindung – z.B. LQFB, Bundesparteitag)
=== BEGRIFFSDEFINITIONEN (Domäne: Qualität) ===
==== MACHBARKEIT ====
eine Lösung wird in diesem Kontext als machbar eingestuft, bewertet, wenn dem Projekt Meinungsfindungstool ausreichend personelle und sonstige Ressourcen zur Verfügung stellen, um die Lösung in einer festgelegten Frist zu realisieren
==== AUFWAND ====
bei der Bewertung der Praxistauglichkeit des Tools ist immer auch der Aufwand für die Einführung von Umfrage-Teilnehmer in die Handhabung des Tools und die Erfassung von Daten zu berücksichtigen und vieles mehr...
==== DATEN ====
- Bewertung von Text(element)en, z.B. Umfrageergebnisse
- Beschlüsse
- Texte - wobei deren Strukturierung grundlegend wichtig ist
- ...
==== ANWENDERFREUNDLICHKEIT ====
bei der Erhebung von Meinungsbildern zu tagesaktuellen Themen spielt die Anwenderfreundlichkeit der Lösung eine wichtige Rolle. Als Anwender sind hier gemeint:
- User, die Umfragen für ein Meinungsbild erstellen
- die Teilnehmer der Umfrage
- die Autoren von Vorlagen
- die Teilnehmer an Diskussionen/Diskursen
==== MEINUNGS- UND KONSENSBILDUNGS-INFRASTUKTUR == SCHWARMINTELLIGENZ ====
- Ideen, Visionen, Bauchgefühl ;-) der Piraten
- Workflow-Regel in den Parteistrukturen
- für Diskussionen, Konsens, Entscheidungen
- Kommunikationsmedien
- parteiinterne Orgstrukturen, Satzung, Programm
- Software
- Datenbanken
- ein Konzept für die Zugriffsberechtigungen der einzelnen Dienste und Anwender
Diskurs
Der Begriff Diskurs wurde ursprünglich in der Bedeutung „erörternder Vortrag“ oder „hin und her gehendes Gespräch“ verwendet. Seit den 1960er Jahren wird der Begriff jedoch zunehmend in so genannten Diskurstheorien untersucht und erhält in den verschiedenen Theorien eine unterschiedliche Bedeutung. [6]
- Schnittmenge: Ich würde Diskurs für die Konsensbildung verwenden. Unterschied/Mehrwert Diskurs-Bgriff im Vergleich zur Debatte?
- "Diskurs" bietet sich an für den interaktiven Prozess in einer Gruppe "von der Vorlage zum Ergebnis". (Ob das Ergebnis ein Konsens ist, ist eine andere Frage.)
- "Diskussion" würde ich die Erörterung eines Textabschnittes oder sogar einer Kernaussage nennen - mit der Vorstellung mehrerer Thread innerhalb eines Diskurses verbunden.
Das setzt eine geeignete Strukturierung der Objekttexte voraus - würde sich jedenfalls förderlich auf die Effektivität des Diskurses und die Qualität des Ergebnisses auswirken.
=== KONTROVERSE ===
(v. lat: contra entgegen; versus gerichtet) ist ein länger anhaltender Streit oder eine innerhalb von Diskurs oder Diskussion oder Debatte.
=== MEINUNGSBILD ===
ein Momentaunahme der Meinungen,+1 bzw. Meinungsfindung/Entscheidung~ im Kontext einer Gruppe - Beispielhaft [12]
=== KONSENSFELD ===interessant! +!
ein Bereich auf dem Meinungsbild, wo ein Konsens erreicht ist - s. auch [12]
=== DIFFERENZEN ===
- ein Gegenteil von der Schnittmenge von Gemeinsamkeiten/Übereinstimmigkeiten beim Vergleich von zwei Aussagen/Projekten
- es macht evtl. Sinn als Metadaten des Projekts MFT die DIFFERRENZEN in Zielen der AG MFT und anderer ähnlichen AG's aufzulisten, damit auf diese Weise die Profile beider AG's geschärft werden und die Existenzberechtigung dieser AG's begründet wird
=== DELEGATION ===
=== FEEDBACK ===
=== SCHWARMINTELLIGENZ ===
- ich schlage vor, das Wort 'Schwarmintelligenz' als Synonym für MEINUNGS- UND KONSENSBILDUNGS-INFRASTUKTUR zu definieren. Kontext - allgemein, alle hier erwähnte Kontexte.
- Mit der Erklärung der Schwarmintelligenz als Synonym für MEINUNGS- UND KONSENSBILDUNGS-INFRASTUKTUR wird betont, dass das Konzept der 'Meinungs- und Konsensbildungs-Infrastuktur' ein intelligentes Funktionieren der Akteure im Kontext des gesamten politischen Betriebssystems gewährleistet
- Vorteil: das Wort/Begriff SCHWARMINTELLIGENZ ist wesentlich einfacher als die Wortschöpfung 'Meinungs- und Konsensbildungs-Infrastuktur' zu handhaben Nur ist Schwarmintelligenz eben keine Infrastruktur...Dies kommt auf die Definition an. Es ist - insbesondere in Lehrbüchern - nicht unüblich, dass die Bedeutung des Wortes davon abhängig gemacht wird, welche Shriftart (kursiv, Großbuchstaben, ...) verwendet wurde. Vorschlag Definition: SCHWARMINTELLIGENZ _ist_ eine Infrastruktur, sobald das Wort in Großbuchstaben geschriebn ist ;-)
=== Abkürzungen, Glossar ===
Cross-Datenmodell
eine Datenmodell, das für die Erhebung von Meinungsbildern mit unterschiedlichen Tools konzipiert ist
Meinungsfindungsforelle
dies ist ein Tag, um die AG-MFT-Dokumente eindeutig zu markieren und ggf. in einem Suchmaschinenindex zu finden - s. dazu[13]
MFT
Meinungsfindungstool
=== Linkliste ===
1. http://www.marinaslied.de/?p=598, Marina Weisband:
Entwurf eines Konzeptes für die parteiinterne Meinungsbildung
2. https://rlp.piratenpad.de/AG-Meinungsfindungstools, Gründungsprotokoll - im Abschnitt 'Protokoll für Gründungstreffen' zu finden
3. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/1, Qualifizierter Konsens
4. https://piratenpad.de/herrschaftsfreierDiskurs Erfolgskontrolle für ein Konsensbildungstool
5. http://de.wikipedia.org/wiki/Axiom, Axiom
6. http://de.wikipedia.org/wiki/Diskurs, Diskurs
7. http://de.wikipedia.org/wiki/Likert-Skala, Likert-Skala
8. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder, Wikipedia:Meinungsbilder
9. http://de.wikipedia.org/wiki/Flotation, Flotation
10. http://de.wikipedia.org/wiki/Kontroverse, Kontroverse
11. https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=98910&pid=442273#pid442273, Transfer von der wissenschaftlichen auf die populär-sprachliche Ebene, masalm-Beitrag #8
12. http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Ag-meinungsfindungstool.png, Diskussionsforlage AG-MFT-Logo
13. https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=98067, Meinungsfindungforelle züchten
14. http://meinungsfindungstool.piratenpad.de/16, WSchallehn: ein paar grundlegende Anmerkungen
15. http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmintelligenz, Schwarmintelligenz
16. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/17, Wie funktioniert Schwarmintelligenz (bei den Piraten)?
17. http://de.wikipedia.org/wiki/Versuch_und_Irrtum, Versuch und Irrtum (englisch trial and error
18.
=== KOMMENTAR ===
--- trial and error [17] ---
das schöne, bequeme, vorteilhafte und spannende beim Meinungsfindungstool-Vorhaben ist, dass wir alle Aussagen, Meinungen, Standpunkte an die aktuelle Diskussion, Debatte oder auf die aktuelle politische Ereignisse auf allen Ebenen anwenden können und dadurch können diese Aussagen verifiziert und ggf. verbessert oder verworfen werden - entweder ad-hoc, später oder immer wieder im Laufe der Diskussion ;-)
---FRAGEN---
1. welchen Vorteil hat die Verwendung des Begriffs Diskurs im Kontext der AG Meinungsfindung-Tool im Vergleich zum Begriff Diskussion?
- Ich würde Diskurs für die Konsensbildung verwenden und Diskussion für alles andere.
- ich denke, es wäre hilfriech, wenn du erklärst, was hier, in diesem Kontext, unter 'alles andere' gemeint ist